OIC aus der Tabuzone holen
01. Oktober 2026
OIC ist eine häufige, oft unterschätzte Nebenwirkung der Opioidtherapie. Warum frühzeitige Erkennung und aktive Ansprache entscheidend sind.
OIC ist eine häufige, oft unterschätzte Nebenwirkung der Opioidtherapie. Warum frühzeitige Erkennung und aktive Ansprache entscheidend sind.
Die opioidinduzierte Obstipation (OIC) zählt zu den häufigsten und belastendsten Nebenwirkungen einer Opioidtherapie. Schätzungen zufolge ist etwa jeder zweite Patient betroffen.1 Dennoch wird die OIC im Praxisalltag häufig nicht ausreichend thematisiert oder diagnostiziert. Mehr als ein Drittel der Patienten gibt an, obstipationsbedingte Beschwerden nicht aktiv im Arztgespräch angesprochen zu haben.2 Die Folgen können erheblich sein, mit Beeinträchtigung der Lebensqualität sowie Einschränkungen der Therapieadhärenz.2

OIC aus der Tabuzone holen: Unterstützung für Ärzte und Patienten
Da die opioidinduzierte Obstipation von Patienten häufig aus Scham oder Unsicherheit nicht aktiv angesprochen wird, unterstützt Grünenthal die OIC-Aufklärung mit verschiedenen Informations- und Servicematerialien für den Praxisalltag. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu erleichtern und die Aufmerksamkeit für diese häufige Begleiterscheinungen der Opioidtherapie zu erhöhen.
Zum Angebot gehören unter anderem ein OIC-Fragebogen als Abreißblock für die Praxis, der Patienten bereits vor dem Arztgespräch bei der Erfassung möglicher Symptome unterstützt, sowie Patientenbroschüren und Patiententagebücher zur Begleitung und Dokumentation von Beschwerden im Therapieverlauf. Ergänzt wird das Angebot durch die Patientenwebseite „Verstopfung ansprechen“, die verständliche Informationen rund um Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der OIC bereitstellt.
Sämtliche Materialien können kostenlos in unserem Webshop bestellt werden und sollen dazu beitragen, das Thema OIC frühzeitig anzusprechen und den Austausch zwischen Ärzten und Patienten zu fördern.
Früherkennung und strukturiertes Management
Eine unbehandelte OIC kann die Lebensqualität der Patienten und indirekt die Schmerztherapie beeinflussen, weshalb ihrer frühzeitigen Erkennung besondere Bedeutung zukommt.3,4 Aktuelle Leitlinien und Handlungsempfehlungen weisen daher auf die Wichtigkeit einer regelmäßige Erfassung der Darmfunktion sowie eines strukturierten Managements obstipationsbedingter Beschwerden.5-7
Die OIC beruht auf einer Aktivierung peripherer μ-Opioidrezeptoren im Gastrointestinaltrakt und unterscheidet sich pathologisch von einer funktionellen Obstipation.8 Bei unzureichendem Ansprechen auf Standardlaxantien ist laut Leitlinie eine gezielte Therapie erforderlich.6,7 Mit Naloxegol (MOVENTIG®) steht dazu ein oral verfügbarer PAMORA (peripher wirksamer μ-Opioid-Rezeptor-Antagonist) zur Verfügung.9
M-ALL-DE-09-26-0005
Deutschland:
Fachpersonen können bei Grünenthal eine vollständige Kopie der zitierten Referenzen anfordern.